Gästebuch :  Muldentalradweg  
 
Kein schöner Tag auf dem Mulderadweg
geschrieben von: (---.superkabel.de)
Datum: 15. März 2014 17:14

Hallo,
wir möchten Ihnen gerne eine weniger erfreuliche Nachricht zum Muldental Radweg schreiben. Genau genommen sind wir sehr verärgert. Mein Freund und ich haben uns gestern am Freitag, den 14.3. bei dem schönen Wetter mit herrlichem Sonnenschein kurzfristig einen Tag Urlaub nehmen können. Nachdem wir schon so viele Broschüren und Prospekte zum Muldentalradweg mitgenommen und gelesen hatten, entschlossen wir uns diesen Radweg mal zu fahren und entschieden uns für den Abschnitt Eilenburg nach Burgkemnitz an der Vereinigten Mulde. Mit der S-Bahn kamen wir gut von Leipzig bis nach Eilenburg, ab dann verließ uns allerdings das Glück. Ab Eilenburg BF war schon der Muldentalradweg nicht ausgeschildert. Schließlich konnte uns eine Dame im Eilenburger Museum, die wir extra noch aufsuchten, eine Karte zeigen, wo der Weg losging. Wir fuhren zunächst ewig durch ödes Gewerbegebiet. In Gruna sollten wir mit einer Fähre auf die andere Seite der Mulde übersetzen, laut Auskunft Ihrer Homepage zum jeweiligen Streckenabschnitt hätte diese Montag bis Sonntag geöffnet. Als wir in Gruna ankamen, mussten wir feststellen, dass es überhaupt noch keinen Fährbetrieb gab, erst ab 29. März, davon war aber auf der Homepage nichts zu lesen, und auch die Dame von der Touristinformation im Eilenburger Museum hatte nichts davon gesagt, sonst hätten wir bereits ab Eilenburg links der Mulde fahren können. Das hieß natürlich ab Gruna weiter bis nach Bad Düben auf der öden Landstraße. Auch ab Bad Düben wurde es nicht besser. Wir wollten auf der linken Seite nach Überquerung der Brücke den Anschluss zum Muldetalradweg wiederaufnehmen, das ging jedoch auch nicht, weil dieser aufgrund Baumnaßnahmen gesperrt war. Ein Mountainbikerfahrer, der uns von dort entgegenkam´, riet uns ab, den Weg mit unseren Rädern zu fahren und empfahl uns, wieder die rechte Seite der Mulde. Auf diesem Alternativradweg kamen wir ewig weit ab, von der Mulde war bis zum Stausee nichts zu sehen. Im Grunde haben wir den Fluss zweimal zu Gesicht bekommen, einmal beim Fährhaus Gruna und auf der Brücke bei Bad Düben. Aber deswegen wählt man keinen Radweg aus, von dem man sich verspricht, den wesentlichen Teil der Strecke am Wasser entlang zu fahren. Angekommen um 17.22 Uhr in Burgkemnitz hatten wir die Bahn zurück nach Leipzig um 17.08 Uhr gerade verpasst. Besonders ärgerlich, da die nächste erst um 19.08 Uhr fuhr und die einzigen beiden Gaststätten im Ort, die Bahnhofskneipe und der Landgasthof, geschlossen hatten.
Überaus frustriert warteten wir dann in zunehmender Kälte auf die Bahn zur letztgenannten Uhrzeit. Das war auch gleichzeitig die letzte Chance überhaupt nach Leipzig zu gelangen. Gott sei Dank ist die noch gut gegangen.
Unserer Ansicht kann es nicht angehen, dass man eine Region wie diesen Radwanderweg derart touristisch bewirbt und letztendlich nichts geboten ist. Wenn Sie eine Info-Homepage betreiben, dann müssen Sie auch dafür sorgen, dass aktuelle Informationen zur Passierbarkeit oder zu allen anderen Einschränkungen publik gemacht werden. Sonst sorgen Sie dafür, dass die Leute frustriert sind und keinesfalls wieder kommen, geschweige denn ein positives Wort über das Erlebte verlieren. Genauso wenig muss man sich wundern, gerade im Fall von Sachsen-Anhalt, wenn die eigenen Leute abwandern. Wer will schon in einer unattraktiven Region wohnen, die nichts zu bieten hat?

Miriam und Christian aus Leipzig



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